Schülerpraktika und wo sie zu finden sind

Früher oder später ist es für alle Schülerinnen und Schüler soweit – das schulische Betriebspraktikum steht an! Mindestens eine Woche in einem Betrieb arbeiten?! Das kann erst mal ziemlich lästig klingen. Jedoch sind Praktika perfekt, um herauszufinden, welcher Beruf dir Spaß macht.

Warum eigentlich ein Schülerpraktikum absolvieren?

Berufsorientierung

Ein Schülerpraktikum bietet dir die Möglichkeit, in ein Berufsfeld deiner Wahl hineinzuschnuppern. Bei einem Praktikum im Maler- oder Stuckateurhandwerk erledigst du leichte Tätigkeiten und erhältst so ein klares Bild von den Inhalten und Themenschwerpunkten der Ausbildungen.  

Lebenslauf-Booster

In vielen Berufsbereichen – und auch im Maler - oder Stuckateurhandwerk – sehen es Arbeitgeber gerne, wenn du Interesse am Gebiet und erste Erfahrungen in der Branche mitbringst. Ein Schülerpraktikum boostet deshalb deinen Lebenslauf und somit auch deine Chancen auf einen späteren Ausbildungsplatz!

Networking

Bei deinem Schülerpraktikum lernst du viele neue Leute kennen. Wenn du nach deiner Zeit im Betrieb merkst, dass das genau das Richtige für dich ist, hast du definitiv schon ein paar Kontakte geknüpft. Diese kannst du bei der Suche nach weiteren Praktika oder einem Ausbildungsplatz im Maler- oder Stuckateurhandwerk nutzen.

Lebenserfahrung

Einerseits ist ein Schülerpraktikum super für deine berufliche Zukunft, andererseits ist es auch ein wichtiges persönliches Erlebnis – denn du lernst etwas fürs Leben und über dich selbst. Beispielsweise merkst du, ob du dich schnell und problemlos an ein neues Umfeld gewöhnen kannst. Oder auch, wie du mit stressigen Situationen umgehst. So lernst du mit der Zeit deine Stärken und Schwächen besser kennen. 

Was gibt es zu beachten? 

Doch was solltest du bei einem Schülerpraktikum eigentlich alles beachten?
Erstens ist das schulische Betriebspraktikum verpflichtend und dauert in der Regel mindestens zwei Wochen. Du musst normalerweise einen Bericht über deine Erfahrungen in deinem Praktikumsbetrieb schreiben. Wie genau dieser aussieht, wird meist von deiner Schule bzw. deiner zuständigen Lehrkraft festgelegt.

Tipp: Mach dir jeden Tag Notizen zu deinen Eindrücken. Das vereinfacht das Verfassen deines Berichts nach dem Praktikum.

Du kannst außerdem zusätzlich ein freiwilliges Praktikum außerhalb deiner Schulzeit absolvieren. In diesem Fall machst du individuell mit dem Betrieb deiner Wahl aus, wie lange du dort arbeiten möchtest. Zudem musst du keinen Praktikumsbericht verfassen.

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es? 

Je nachdem, in welchem Bundesland du lebst, können die gesetzlichen Regelungen unterschiedlich sein – zum Beispiel wenn es darum geht, wie lange dein Praktikum mindestens dauern muss. In NRW beispielsweise gelten für das schulische Betriebspraktikum folgende Vorschriften:

  • Bis du 15 Jahre alt bist, darfst du höchstens 7 Stunden am Tag bzw. 35 Stunden in der Woche arbeiten.
  • Wenn du älter als 15 bist, darfst du 8 Stunden am Tag bzw. 40 Stunden in der Woche arbeiten. 
  • Deine Pause darfst du natürlich auch nicht vergessen! Bei bis zu 6 Stunden Arbeitszeit stehen dir 30 Minuten Pause zu. Wenn du mehr als 6 Stunden arbeitest, muss deine Pause mindestens eine Stunde lang sein. Außerdem darfst du nicht länger als 4 ½ Stunden am Stück arbeiten. 
  • Deine genauen Arbeitszeiten legt dein Betrieb individuell mit dir fest, jedoch darfst du nur unter der Woche im Zeitraum zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten. So hast du noch deine Abende und Wochenenden frei, um dich zu erholen. 
  • Außerdem erhältst du von deinem Betrieb eine Praktikumsbescheinigung. Dort ist aufgeführt, welche Tätigkeiten du ausgeführt hast, wie du dich dabei angestellt hast und wie du dich während deiner Praktikumszeit verhalten hast. Auf Wunsch kann es auch ein Abschlussgespräch geben. Das ist sehr sinnvoll, denn so kannst du mögliche Nachfragen klären und auch dein Feedback an den Betrieb zurückzugeben. 
  • Noch ein wichtiger Hinweis: Als Schülerin oder Schüler darfst du keine Arbeiten machen, die dich körperlich oder seelisch extrem belasten. Wenn das der Fall sein sollte, wende dich unbedingt an deinen Vorgesetzten oder an deine zuständige Lehrkraft. 

Und wo finde ich nun einen Praktikumsplatz? 

Warte nicht bis auf den letzten Drücker, um dich um einen Praktikumsplatz zu kümmern. Erspar dir den Stress und mach dir im Vorhinein gründlich Gedanken darüber, was dich wirklich interessiert. Bei unserem Berufe-Quiz kannst du herausfinden, welches Handwerk zu dir passt. 

Für eine Stelle im Maler- oder Stuckateurhandwerk kannst du dann ganz easy unseren Betriebsfinder nutzen. Gib deinen Wohnort ein und mit nur einem Klick werden dir Maler- oder Stuckateurbetriebe in deiner Nähe angezeigt. Mit unserem Kontaktformular kannst du dich dann direkt auf ein Praktikum bewerben. Wenn du schon Betriebe in deiner Nähe kennst, kannst du auch mal persönlich vorbeischauen und dich nach einer möglichen Praktikumsstelle erkundigen. Ansonsten gibt es viele Jobportale, die Plätze anbieten. Klick dich doch mal bei unserem Kooperationspartner Azubiyo rein.

Ein Schülerpraktikum ist eine super Möglichkeit zur Berufsorientierung. Wir geben dir in diesem Blogbeitrag noch vier weitere Tipps dazu.