Renovieren mit Profis: ein Schüler- und Berufsfindungsprojekt

Das Kinder- und Jugendhaus ALF in Nürnberg hat einen neuen Anstrich bekommen – wortwörtlich: Ein Malergeselle und eine Auszubildende haben zusammen mit Jugendlichen die Veranstaltungshalle neu gestaltet.

Das Nürnberger Kinder- und Jugendhaus ALF erstrahlt in neuem Glanz: Eine Gruppe von acht Jugendlichen hat gemeinsam mit einem Malergesellen und einer Auszubildenden im dritten Lehrjahr die Veranstaltungshalle gestrichen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Brillux und dem Malerbetrieb Zellner in Nürnberg umgesetzt.

Planen und koordinieren

Die 14- bis 18-Jährigen lernten dabei nicht nur, wie man spachtelt, tapeziert und streicht, sondern auch, was im Malerhandwerk alles zur Arbeit dazugehört – und das ist neben dem Streichen auch die Projekt- und Materialplanung. Die Schülerinnen und Schüler erstellten gemeinsam mit den Profis ein Konzept und überlegten sich, wie sie vorgehen wollten.

Auf dem Plan stand unter anderem die Gestaltung der Wandflächen, Heizkörper, Türen und Rahmen sowie der Sockelleisten. Dafür gab es einiges zu tun: Die Wandflächen mussten geschliffen, verspachtelt, grundiert und gestrichen bzw. tapeziert werden. Neben einer bunten Tapete und Farben standen für die Jugendlichen dafür auch andere Materialien von Brillux bereit.

Los geht’s

Sich einen Tag lang im Malerhandwerk ausprobieren – was heißt das eigentlich? „Einige der Jugendlichen sind mit der Erwartung an den Projekttag herangegangen, einfach eine Wand weiß zu streichen”, erzählt Vera Schmitz, Mitarbeiterin der Firma Zellner GmbH. In der Praxis erlebten die Schülerinnen und Schüler eine positive Überraschung: „Sie hatten viel Gestaltungsfreiheit und konnten erfahren, dass Handwerk auch ganz schön kreativ sein kann.” Die Entscheidung fiel schlussendlich auf eine Fototapete mit Dschungelmotiv.

Bevor die Schülerinnen und Schüler diese jedoch auf die Wand aufbringen konnten, stand Grundlagenarbeit an. Es galt, die Wand für die Tapete vorzubereiten. Und da wartete die nächste Überraschung: Zum Malerhandwerk gehören nicht nur Pinsel und Farbe, manchmal kommen auch Maschinen zum Einsatz. Hier war es eine Schleifmaschine – für viele der Jugendlichen das erste Mal, dass sie so ein Gerät in der Hand hielten. Sie hatten jedoch fachkundige Unterstützung durch die Mitarbeiter aus dem Malerbetrieb, die ihnen den Umgang mit der Maschine zeigten und dafür sorgten, dass alles gut funktionierte.

Erwartungen übertroffen?

Die Tage voller intensiver körperlicher Arbeit waren für die Jugendlichen eine ganz neue Erfahrung. „Die Abwechslung hat den Jugendlichen dabei besonders gut gefallen”, sagt Petra Wolkersdorfer, Leiterin des Kinder- und Jugendhauses ALF und Initiatorin des Projektes. „Sie durften streichen, tapezieren und lackieren und haben durch dieses tolle Projekt nicht nur etwas für ihr Leben gelernt, sondern auch die Vielfältigkeit des Malerberufes kennengelernt.”

Einige waren erstaunt darüber, wie spannend das Malerhandwerk sein kann. „Die Schülerinnen und Schüler waren umso stolzer, als sie sehen konnten, was sie in der Zeit auf die Beine gestellt hatten. Dabei hat ihnen die Arbeit mit der Fototapete am besten gefallen”, sagt Vera Schmitz.

Du findest das Projekt spannend und willst mehr über eine Ausbildung im Maler- und Stuckateurhandwerk erfahren? Dann schau dich gerne auf unserer Website um, welche Möglichkeiten es nach der Schulzeit für dich gibt.

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