Q&A zur Fachpraktiker-Ausbildung

Im Malerhandwerk stehen deiner Karriere viele Türen offen! Eine ganz besondere Möglichkeit ist die Fachpraktiker-Ausbildung, die es Menschen mit Behinderung ermöglicht, eine Ausbildung zu absolvieren. Neugierig geworden? Dann erfahre jetzt mehr in unserem Fachpraktiker-Q&A.

Was ist die Fachpraktiker-Ausbildung?

Eine Fachpraktiker-Ausbildung im Malerhandwerk orientiert sich an den Inhalten der gängigen Ausbildung im Malerhandwerk. Auch die Fachpraktiker-Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss lautet deine Berufsbezeichnung  „Fachpraktiker/in für Maler und Lackierer”. Während der Ausbildung kannst du zwischen den Schwerpunkten „Maler” oder „Lackierer” wählen. 

Wie unterscheidet sich die Fachpraktiker-Ausbildung von einer regulären Ausbildung?

Die Unterschiede zwischen einer Fachpraktiker-Ausbildung und einer gängigen Ausbildung sind nicht sehr groß – denn es werden dieselben Lerninhalte vermittelt. In der Fachpraktiker-Ausbildung liegt der Fokus allerdings stärker auf praktischem Arbeiten als auf theoretischem Wissen. Du erlernst trotzdem alle wichtigen theoretischen Grundlagen, aber da die  Ausbildung vor allem für Menschen mit Lernbehinderung konzipiert ist, ist es in diesem Fall wichtiger, anzupacken, als viel Theorie zu büffeln. Außerdem verfügen die Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Lehrkräfte über spezielle psychologische und gegebenenfalls auch medizinische Fachkenntnisse, um dich so intensiv wie möglich begleiten und unterstützen zu können. 

Wie erfahre ich, ob ich für die Fachpraktiker-Ausbildung in Frage komme? 

Die Fachpraktiker-Ausbildung ist für Menschen gedacht, die eine oder mehrere Behinderungen haben und speziell für Menschen mit Lernbehinderungen ausgelegt. Wenn du denkst, dass die Fachpraktiker-Ausbildung zu dir passen könnte, melde dich bei der Bundesagentur für Arbeit. Dort wird geprüft, inwiefern eine Fachpraktiker-Ausbildung im Malerhandwerk für dich geeignet ist. Eine Voraussetzung für deinen Ausbildungsstart ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb. Bei der Bundesagentur für Arbeit  erfährst du genau, wie dein Weg zum/ zur Fachpraktiker/in für Maler und Lackierer aussehen kann. 

Was sind meine Aufgaben in der Fachpraktiker-Ausbildung im Malerhandwerk?

Du lernst unter anderem, Oberflächen mithilfe unterschiedlicher Techniken zu gestalten. Daneben sind Streichen und Tapezieren feste Bestandteile deiner Ausbildung. Natürlich kommen auch Farben nicht zu kurz: Du lernst, Farbtöne exakt zu mischen und nachzumischen. Außerdem beschäftigst du dich während der Fachpraktiker-Ausbildung intensiv mit Korrosionsschutz und Dämmmaterialien. Je nachdem, ob du den Schwerpunkt „Maler” oder „Lackierer” in der Ausbildung wählst, unterscheiden sich deine Aufgaben teilweise. 

Welche Möglichkeiten stehen mir durch eine Fachpraktiker-Ausbildung im Malerhandwerk offen?

Wenn du deine Fachpraktiker-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du als Fachpraktiker/in mit dem Schwerpunkt Maler oder Lackierer in Malerbetrieben arbeiten. Und wenn dich der Ehrgeiz gepackt hat, kannst du nach deiner Ausbildung sogar noch eine einjährige Weiterbildung zum Maler und Lackierer machen.

Du willst mehr über das Malerhandwerk erfahren? Wie genau ein Tag in der Ausbildung aussieht, erfährst du hier.