Nachgefragt: Was machen eigentlich Stuckateure?

Maximilian hat in seiner Ausbildung zum Stuckateur schnell gelernt, was es bedeutet, sich selbst zu motivieren und sich auch etwas zuzutrauen. Außerdem studiert er: Mit dem dualen Studiengang BWL-Handwerk verbindet er die körperliche Arbeit mit wirtschaftlichem Denken.

Maximilian kam früh mit seinem jetzigen Beruf in Berührung: Als Schüler jobbte er in den Sommerferien auf dem Bau und merkte, dass ihm der Teamgeist unter den Kollegen und die bodenständige Arbeit gefielen: „Ich habe jeden Abend ein Ergebnis gesehen – das war schon ein gutes Gefühl. Du kommst nach Hause und weißt, was du geschafft hast.“ Obwohl seine Mutter erst skeptisch war: „Sie meinte immer, ich wäre eher ein Kopfmensch. Aber das hat mich erst recht angespornt!“

Studieren und handwerklich arbeiten

Als dann das Angebot kam, die Ausbildung zum Stuckateur mit einem BWL-Studium zu verbinden, brauchte er nicht lange zu überlegen: „Innerhalb von drei Jahren einen Bachelor und einen Gesellenbrief in der Tasche zu haben, ist eine Riesenchance.“ Obwohl die Ausbildung vollen Einsatz fordert – zu den Theorie-Blöcken an der Hochschule kommt noch der schulische Teil der Ausbildung zum Stuckateur. Den Lernstoff kann er dann aber direkt im Betrieb anwenden, wenn die Praxisphase ansteht. Trotzdem wünscht er sich ab und zu etwas mehr Zeit, um auf der Baustelle mit anzupacken: „Wenn ich im Frühsommer meine Prüfungen abgelegt habe, werde ich erst mal mehr Praxiserfahrung sammeln.“ Eine perfekte Grundlage, um im Handwerk Fuß zu fassen, ist das duale Studium allemal: „Ich kann mir vorstellen, später meinen eigenen Betrieb zu haben – durch Fächer wie Buchhaltung, Marketing und Unternehmensführung bin ich darauf bestens vorbereitet.“  

„Viele wissen gar nicht, was Stuckateure machen”

Am Stuckateurberuf fasziniert den 24-Jährigen vor allem die Vielseitigkeit: „Wir verputzen nicht nur Wände und stellen Stuckornamente her, sondern sorgen auch für Schallschutz oder Wärmedämmung – das wissen viele gar nicht.“ Woran es liegt, dass das Berufsprofil in der Öffentlichkeit so unbekannt ist? „Den Anstrich sieht jeder, aber eben nicht die Arbeitsschritte, die nötig sind, damit tapeziert werden kann.“

Mehr zu Maximilian erfährst du im Video:

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