Früh Karriere machen: „Du kannst viel erreichen!”

Ausbildung oder Studium? Alexander hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Maler und Lackierer angefangen. Gerade hat er seine Meisterprüfung bestanden und erzählt im Interview, warum es genau die richtige Entscheidung für ihn war.

Alexander wuchs mit Farbe auf: Seinem Vater gehört ein Malerbetrieb mit 50-jähriger Tradition. Trotzdem gab es Zeiten, in denen nicht klar war, dass er in die Fußstapfen des Vaters treten würde. „Als ich in der Oberstufe war, gingen die meisten Lehrer davon aus, dass wir als Abiturienten studieren gehen. Da wurde komisch geschaut, wenn ich gesagt habe, dass ein Handwerksberuf für mich eine Option ist. Ein Lehrer meinte sogar ‘Du kannst mehr.‘ Davon habe ich mich schon verunsichern lassen.“

Aufs Herz hören

Zum Glück übte sein Vater in dieser Phase keinen Druck aus, sondern signalisierte ihm, in seiner Berufswahl frei zu sein. Wie es letztendlich zu der Entscheidung kam? „Ich habe einfach auf mein Herz gehört und beschlossen, dass ich mir nicht vorschreiben lasse, was ich mache.“ Ein Entschluss, den der 23-Jährige nicht bereut hat. Inzwischen hat er erfolgreich seine Meisterprüfung abgelegt und damit bereits einen großen Meilenstein in seiner Karriere erreicht: „Es gibt nicht viele Branchen, in denen man mit Anfang 20 schon so viel erreichen kann.“

„Vorurteile gibt’s leider immer noch”

Der Einstieg in den Beruf war eine Umstellung für Alexander. Während der theoretische Part in der Berufsschule von selbst lief, musste er sich die Praxiserfahrung erarbeiten. „Ich war aber erstaunt, wie schnell ich geschickter wurde und ein Gefühl für Farbkompositionen entwickelt habe.“ Deshalb rät er Jugendlichen, die sich für den Beruf interessieren, sich einfach zu trauen: „Probiert es aus. Ob durch ein Praktikum oder bei einem Ferienjob – einfach machen. Dann merkt ihr schnell, ob es etwas für euch ist.“ Auf jeden Fall auch eine Überlegung für Abiturienten, denn anders als in vielen anderen Branchen bietet der Malerberuf krisenfeste Arbeitsplätze und sehr gute Karrierechancen.

Was Alexander jedoch ärgert, sind die Vorurteile über das Handwerk, die immer noch durch viele Köpfe spuken. „Viele denken, wir haben nichts in der Birne. Dabei merkt jeder, dass da nichts dran sein kann, wenn er sich die Inhalte der Ausbildung anschaut!“ Deshalb unterstützt er die Initiative „Deine Zukunft ist bunt“, die zeigen will, wie abwechslungsreich, kreativ und anspruchsvoll unter anderem der Malerberuf ist. „Wir Maler verschönern unseren Kunden jeden Tag aufs Neue das Leben – ich finde, darauf können wir wirklich stolz sein!“       

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