Hellbezugswert im Maler- und Stuckateurhandwerk

Hellbezugswert einfach erklärt

Im Maler- und Stuckateurhandwerk hast du es mit einer Menge Fachbegriffe zu tun. Mal sind sie selbsterklärend, mal reines Fachchinesisch. In unserem Fachbegriff-Lexikon erklären wir dir zukünftig Begriffe, die dir in einer Ausbildung zum Maler und Lackierer oder Stuckateur begegnen können. Heute: der Hellbezugswert.

Bist du im Hochsommer schon einmal in ein Auto mit dunklem Lack gestiegen? Falls ja, war es bestimmt ziemlich warm. Das liegt daran, dass dunkle Farben die Sonneneinstrahlung weniger reflektieren als helle und dadurch mehr Energie in Form von Wärme speichern. Auch im Maler- und Stuckateurhandwerk musst du auf Farbeigenschaften wie den Reflexionsgrad achten. Um diesen zu bestimmen, verwendest du den „Hellbezugswert“.

Hellbezugswert – was ist das?

Wenn du in deiner Ausbildung im Maler- oder Stuckateurhandwerk Fassaden von Gebäuden streichst, ist es wichtig, die Reflexion der aufgetragenen Farben zu ermitteln. Denn: Je weniger Lichteinstrahlung eine Farbe reflektiert, desto mehr Wärme sammelt sich an und die Fassade kann über kurz oder lang beschädigt werden. Mit dem Hellbezugswert findest du heraus, welchen Anteil des sichtbaren Lichts die Oberfläche reflektiert. Die Werte liegen zwischen dem Schwarzpunkt = 0 und dem Weißpunkt = 100.   

Wofür benötige ich den Hellbezugswert?

Der Hellbezugswert ist vor allem dann wichtig, wenn das Haus mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) isoliert wird. Durch ein solches System wird das Haus im Winter warm und im Sommer kühl gehalten. Man muss jedoch bedenken, dass sich das Material bei stärkeren Temperaturschwankungen – vor allem zwischen Tag und Nacht – zusammenzieht bzw. ausdehnt. Um Spannungsrisse an der Oberfläche zu vermeiden, solltest du deshalb beim Einsatz von einem Wärmedämm-Verbundsystem hellere Farben wählen. Aber auch hier sind die Entwickler von Brillux schon einen Schritt weiter und haben dunkle Farben mit einer Formel ausgestattet, mittels derer das Licht ebenfalls so gut wie bei hellen Farben reflektiert werden kann. Trotzdem ist es wichtig, den Hellbezugswert immer im Blick zu haben. 

Wie ordne ich die Werte ein?

Was sagen die Hellbezugswerte aber aus und wie ordnest du sie ein?
Wie am Anfang bereits erwähnt, bewegen sich die Werte zwischen 0 und 100. Je näher der Hellbezugswert in Richtung absolutes Weiß (= 100) geht, desto heller ist die Farbe und desto mehr Licht reflektiert sie. Nähert sich die Farbe dem absoluten Schwarz (= 0), ist sie umso dunkler und reflektiert weniger Licht. Sprich: Sie speichert mehr Energie und Wärme.

Du möchtest mehr über Farben und ihre Wirkungen wissen? Zum Beispiel, warum wir manchmal identische Farben unterschiedlich wahrnehmen oder wie Farben Emotionen hervorrufen? Dann besuche doch mal unseren Blog