Ein Tag in meiner Ausbildung als Stuckateurin

Wer schon mal in einer Altbauwohnung oder einem alten Gebäude war, hat vielleicht auch bereits Stuck an den Decken bewundert. Häufig ist dieser Stuck so alt wie das Haus an sich. Was aber, wenn Stuck ausgetauscht werden muss oder jemand den Wunsch hat, einen Raum damit zu verschönern? Kein Problem für unsere Azubi-Botschafterin Lena, – die Herstellung von Stuck gehört zu ihrem Arbeitsalltag. Uns hat sie davon berichtet.

Ich bin Lena, 22 Jahre alt und mache die Ausbildung zur Ausbaumanagerin. Bei dieser Ausbildung werde ich nicht nur Stuckateur-Gesellin, sondern bin nach Abschluss auch Meisterin und Gebäude-Energie-Beraterin.   

Mein Arbeitstag in der Werkstatt 

Wie ein typischer Arbeitstag von mir aussieht, variiert natürlich – je nachdem, ob ich draußen auf der Baustelle bin oder in der Werkstatt Stuck herstelle. In diesem Beitrag liegt der Fokus auf meiner Arbeit in der Werkstatt. In der Regel klingelt um 5:40 Uhr mein Wecker, damit ich um 6:30 Uhr in der Firma bin. Gegen 7 Uhr beginnt mein Arbeitstag und um 9 Uhr geht unsere 20-minütige Frühstückspause los. Mittagspause machen wir ganz klassisch um 12 Uhr. Vier Stunden später starte ich in den Feierabend und fahre wieder nach Hause.  

So wird Stuck gemacht

Um Stuck herzustellen bzw. zu ziehen, fertige ich im ersten Arbeitsschritt eine Schablone an. Dazu nehme ich ein Stück Blech und zeichne darauf ein Stuckprofil (= Querschnitt des Stucks). Dieses Profil wird im Anschluss mit einer Blechschere ausgeschnitten und gefeilt, damit es glatt und ebenmäßig ist. Dann wird das Blechprofil auf ein Stück Holz genagelt: Der sogenannte „Schlitten” ist fertig. Jetzt muss ich nur noch einen Eimer Gips anrühren, dann kann das Stuckziehen losgehen.  

Hierfür wird Gips in einer Linie auf dem Tisch verteilt. Die am Schlitten angebrachte Blechschablone wird anschließend darüber gezogen, sodass der Gips die zuvor ausgeschnittene Form annimmt. Ist das Stuckprofil fertig, wird es zum Aushärten in den Trocknungsraum gebracht. Im Anschluss kann es direkt auf der Baustelle angebracht werden. Während der Stuck trocknet, nutze ich die Zeit gerne und gieße Rosetten – das sind runde, oft verschnörkelte Stuckornamente, die meist in der Mitte des Raumes an der Decke montiert sind. Dazu werden große Silikonformen mit Gips ausgefüllt und im Anschluss ebenfalls getrocknet. Am Ende des Tages räumen wir natürlich noch die Werkstatt auf und putzen alle Werkzeuge. 

Du willst mehr über den Arbeitsalltag unserer Azubi-Botschafter erfahren? Hier erfährst du mehr über Johanna und ihre Ausbildung zur Malerin!