Berufsorientierung: Welche Ausbildung passt zu mir?

Während andere sich bereits bewerben, bist du dir immer noch nicht ganz sicher, was dir überhaupt liegt? Zeit es herauszufinden!

 

Plötzlich scheint alles nur noch darum zu gehen, wer nach der Schule welche Ausbildung beginnt und bei welchem Betrieb. Besonders unangenehm kann das Thema werden, wenn die Verwandtschaft wiederholt nachfragt, ob du denn bereits eine Stelle hast, du dir aber noch nicht einmal sicher bist, wofür du dich interessierst.

Der perfekte Job? Eine Frage der Perspektive!

Sicher hast du Freunde oder Bekannte, die zu der Sorte Menschen gehören, die seit Kindheitstagen wissen, was sie beruflich werden wollen – beispielsweise zur Feuerwehr oder die Anwaltskanzlei der Eltern übernehmen. Doch die Wahrheit ist, das trifft auf die allerwenigsten zu und es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du keiner dieser Menschen bist. Viel wahrscheinlicher ist es, dass du dir im Alter von 14 etwas anderes wünscht als mit 16. Und mit 18 dann sowieso nochmal etwas ganz anderes! Ganz zu schweigen von denen, die sich nach 10 Jahre im Beruf noch einmal völlig neu orientieren. Und ja, da gibt es sicherlich auch hin und wieder Studierte, die ins Handwerk wechseln weil ihnen etwas “Greifbares” fehlt. Egal, ob du dich also umorientierst oder zum ersten Mal mit Berufsorientierung beschäftigst: Es hilft in jedem Fall, sich rechtzeitig mit dem Thema auseinander zu setzen.

Für was das Ganze? Für Dich!

Bevor du dich ganz konkret mit Berufen und Bewerbungen beschäftigst, solltest du dir bewusst machen, für wen du dich mit dem Thema Berufsorientierung beschäftigst. Die Antwort ist denkbar einfach: Für dich. Schließlich sollst du später mit deinem Job zufrieden sein und hinter deiner Entscheidung stehen. Es ist gut, wenn Freunde, deine Familie oder andere dich dabei unterstützen und beraten. Aber vergiss nie, dass du die Entscheidung letztlich für dich triffst.

Was kannst du, was willst du?

Nun ist klar, dass es um dich geht. Aber wer bist du überhaupt? Dies ist die nächste Frage, die du dir ernsthaft stellen solltest – auch wenn du denkst, dass du dich bereits gut kennst. Oft kann ein Persönlichkeitstest oder eine Berufsorientierungstest dir helfen, deine eigenen Stärken und Interessen herauszufinden. Wenn du beides von dir kennst, fällt es dir viel leichter, zu bestimmen welcher Beruf am ehesten in Frage kommt.  

 Entschieden = zufrieden? Wichtig ist, was du draus machst!

Wenn du deine Entscheidung getroffen hast, deine Bewerbung erfolgreich war und der Ausbildungsstart kurz bevorsteht, ist bereits ein großer Schritt ins Berufsleben gemacht. Damit später nicht doch Zweifel aufkommen, ob deine Entscheidung richtig war, ist es wichtig, nicht vorschnell zu urteilen. Denn jeder Beruf hat Vor- und Nachteile – dass es auch mal schwer wird, gehört überall dazu. Deshalb ist es wichtig, was du draus machst. Beispiel gefällig? 

Im Maler- oder Stuckateurhandwerk wird es im wahrsten Sinne des Wortes dann schwer, wenn du Farbeimer verlädst. Das ist allerdings nur ein ganz kleiner Teil der abwechslungsreichen Tätigkeiten: Denn neben dekorativen Wandarbeiten, der Erstellung von Schablonen, tapezieren und dämmen lernst du viele weitere  handwerkliche Kniffe während der Ausbildung. Falls du nach deiner Ausbildung noch nicht genug gelernt hast und dich noch weiterentwickeln möchtest, gibt es zum Glück zahlreiche Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Als Stuckateur kannst du dich unter anderem zum Restaurator spezialisieren und Denkmalpflege betreiben oder mit einem Praxisstudium sogar Management und handwerkliches Arbeiten kombinieren. Ähnlich ist es mit der Ausbildung als Maler- und Lackierer. Wenn dir selbstbestimmtes Arbeiten liegt, könntest du beispielsweise nach deiner Ausbildung, Praxiserfahrung im Ausland sammeln, eine Meisterprüfung ablegen und selbstständig als Maler/-in- und Lackierer/-in einen eigenen Betrieb leiten. Wenn das mal keine guten Karriereaussichten sind!