Ausbildungsinhalte

Welche Putzarten gibt es und wie werden sie ausgeführt? Wie stellt man einen Drahtputz mitsamt Unterkonstruktion her? Wie baut man Wände und hängt Decken ab? Wie werden altbewährte Techniken wie Sgraffito-Technik, Stuckmarmor oder Stuccolustro heute ausgeführt?

Was lerne ich in der Ausbildung?

Putz, Stuck, Trockenbau, Oberflächentechniken, Wärmedämmung und Schallschutz: In deiner Ausbildung zum Stuckateur wirst du zum Allrounder im Bauhandwerk. Dabei geht es nicht nur darum, die praktische Ausführung zu lernen. Um ein Fachmann im Bauhandwerk zu werden, eignest du dir zusätzlich auch das entsprechende Hintergrundwissen an.

Zum Lernstoff der Ausbildung zählen zum Beispiel Kenntnisse über:

  • Inhaltsstoffe und Beschaffenheit der Materialien
  • Arbeitsmethoden und Bausubstanzen
  • Absicherung deines Arbeitsplatzes
  • Umgang mit deinen Kunden
Stuckateure während der Teamarbeit

Praxis in der Ausbildung 

In deinem Ausbildungsbetrieb erlernst du von erfahrenen Kollegen und vom Stuckateurmeister die verschiedenen Techniken und deren Ausführung. Dabei darfst du selbst ausprobieren und, wenn du etwas Übung hast, auch richtig mitarbeiten.

Neben handwerklichem Geschick ist es von Vorteil, wenn du Spaß am Gestalten mitbringst, körperlich fit bist und keine Höhenangst hast.

Maler-Azubi im Telefongespräch mit Kunde

Theorie in der Ausbildung

Die Theorie lernst du in der Berufsschule in sogenannten Lernfeldern, die sich an typischen beruflichen Handlungssituationen orientieren. Innerhalb dieser Lernfelder (wie z.B. „Erstellen einer Wand in Trockenbauweise“) werden alle notwendigen fachtheoretischen, mathematischen und zeichnerischen Kenntnisse erworben.

Ziel der Berufsschule ist es, dir die notwendigen Handlungskompetenzen zu vermitteln, um auch neue Situationen und Probleme selbstständig lösen und bewältigen zu können.

Auszubildender Stuckateur arbeitet am Laptop

Facts zur Ausbildung

Was solltest du sonst noch wissen? Die wichtigsten Infos zur Ausbildung zum/zur Stuckateur/-in gibt's hier auf einen Blick.

Stuckateur – eine Duale Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Stuckateur/-in beträgt in der Regel drei Jahre. Das Prinzip der Dualen Ausbildung: Du lernst und arbeitest im Betrieb und in der Berufsschule. Du beendest deine Ausbildung mit dem Gesellenbrief.

Unter bestimmten Voraussetzungen bekommst du außerdem die Bescheinigung über einen dem Realschulabschluss gleichwertigen Bildungsstand.

Auszubildende Stuckateurin bei der Arbeit

Ausbildungsgehalt

Die Ausbildungsvergütung beträgt (Stand 6/2016):

  • 785 € (1. Ausbildungsjahr)
  • 1.135 € (2. Ausbildungsjahr)
  • 1.410 € (3. Ausbildungsjahr)

Einstiegsgehalt als
Geselle/Gesellin im Stuckateurhandwerk

Ab ca. 2.500 € (Stand 5/2016)

Abzubildenden Stuckateur bekommt Lehrstunde beim Ausbilder

Voraussetzung zur Ausbildung im Stuckateurhandwerk

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, aber ein Hauptschulabschluss ist auf jeden Fall sinnvoll. Mit Abitur in der Tasche kann die Ausbildungszeit auf Antrag auf zwei Jahre verkürzt werden.

Oder du bewirbst dich mit dem Abi gleich um ein Praxisstudium zum Ausbau-Manager.

Als Auszubildender im Stuckateurhandwerk solltest du Spaß und Freude an handwerklichen Arbeiten und wechselnden Tätigkeiten an unterschiedlichen Baustellen haben, körperlich gesund und fit sein und keine Einschränkungen wie Allergien gegen Staub, Kalk oder Mehl haben.

Auszubildender Stuckateur mit Spachtel bei der Arbeit

Arbeitszeit

Laut Tarifvertrag ist die wöchentliche Arbeitszeit auf 40 Stunden begrenzt.

Zusatzqualifikation

Schriftzug "Los geht's"

Du bist ehrgeizig und hochmotiviert?
Es geht weiter im Stuckateurhandwerk!

Die "Zusatzqualifikation für Stuckateure" (ZQS) bietet besonders engagierten Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr durch verschiedene Kursmodule die Möglichkeit, zusätzliche Qualifikationen zu erwerben.

ZQS Farbe und Gestaltung

In der Zusatzqualifikation Farbe und Gestaltung dreht sich alles um Farben, Farbmittel und Beschichtungsstoffe sowie um Proportionen, Maßordnungen und Fassadenkunde. In der einwöchigen Praxisphase kannst du mit neuartigen Techniken experimentieren und zu deinen eigenen gestalterischen Ausdrucksmitteln finden.

ZQS Dachgeschoss-Ausbau

Bei dieser Zusatzqualifikation erfährst du alles, was es im Kontext mit dem Ausbau eines Dachgeschosses braucht – von der Baugenehmigung über Konstruktionsarten bis hin zur Wärmedämmung und zum Schallschutz.

ZQS Wärmeschutz

Die Zusatzqualifikation Wärmeschutz macht dich fit für die energetische Gebäudesanierung. Auf dem Lehrplan stehen Themen wie die Energieeinsparverordnung (EnEV), Wärmedämmkonstruktionen und computergestützte Berechnungsverfahren zur Überprüfung des baulichen Wärmeschutzes.

Stuckateure tragen Trockenbauwand
Junger Stuckateur bearbeitet Wand

Ausbildungsbetriebe

Junge Stuckateure bei der Arbeit

Einen Ausbildungsbetrieb findest du in unserem Betriebsfinder, über die Bundesagentur für Arbeit oder die passenden Job-Webseiten.

Betriebe der Stuckateur-Innungen

Viele Auszubildende werden in Betrieben ausgebildet, die den Stuckateur-Innungen angehören. Das macht Sinn, denn die Innungen sind auch für die sogenannte "überbetriebliche Lehrlingsunterweisung" und für Prüfungen zuständig.

Junger Azubi arbeitet an einer Säule