Ausbildungsinhalte

Wie ist welche Farbe beschaffen, wie wird sie aufgetragen und für welchen Untergrund eignet sie sich? Wie berechnet man Wandflächen, wie spricht man mit Kunden? In deiner Ausbildung zum/zur Maler/-in und Lackierer/-in wirst du zum Allrounder im Malerhandwerk ausgebildet.

Was lerne ich in der Ausbildung?

In der dualen Ausbildung eignest du dir nicht nur das praktische Arbeiten an, sondern auch das entsprechende Hintergrundwissen, das einen Fachmann im Malerhandwerk ausmacht.

Zu den Ausbildungsinhalten gehören so beispielsweise Kenntnisse über:

  • Inhaltsstoffe und Beschaffenheit der Materialien
  • Arbeitsmethoden und Bausubstanzen
  • Absicherung deines Arbeitsplatzes
  • Umgang mit deinen Kunden  
Maler-Auszubildender erhält Erklärung vom Meister
Maler-Azubi in der Berufsschule
Maler-Azubi im Telefongespräch mit Kunde

Theorie in der Ausbildung

Die Theorie erfolgt im Unterricht in der Berufsschule.

Diese Fächer bilden hier die Grundlage der Ausbildung zum Maler und Lackierer:

  • Werken
  • Technik
  • Mathematik
  • Chemie

Praxis in der Ausbildung 

Die praktische Ausführung, verschiedene Techniken und das tatsächliche Handwerk wendest du parallel in deinem Ausbildungsbetrieb an.

Hier lernst du von erfahrenen Kollegen und vom Maler- und Lackierermeister,  darfst selbst ausprobieren und üben, und im Lauf der Ausbildung richtig mitarbeiten. Eine gute körperliche Fitness und handwerkliche Begabung können im Malerhandwerk nicht schaden.

Facts zur Ausbildung

In einer kurzen Übersicht findest du hier die wichtigsten Infos zur Ausbildung zum Maler und Lackierer.

Maler und Lackierer –
eine Duale Ausbildung

In drei Jahren Ausbildungszeit wirst du ausgebildet. In der Dualen Ausbildung lernst und arbeitest du einerseits in einem Betrieb und andererseits besuchst du eine Berufsschule.

Auszubildende in der Berufsschule

Ausbildungsgehalt

Das Mindestgehalt während der Ausbildung ist von der Gewerkschaft IG Bau festgelegt, kann aber dennoch von Bundesland zu Bundesland variieren. Es erhöht sich in jedem Ausbildungsjahr. 

Die Ausbildungsvergütung ist tariflich festgelegt und beträgt ab dem 01.08.2016:

  • 585 € (1. Ausbildungsjahr)
  • 635 € (2. Ausbildungsjahr)
  • 790 € (3. Ausbildungsjahr)

Arbeitszeit

Im Tarifvertrag wird die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf 40 Stunden begrenzt.

Abzubildenden Maler bekommt Lehrstunde beim Ausbilder

Voraussetzung 
zur Ausbildung im Malerhandwerk 

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, aber ein Hauptschulabschluss ist sicher von Vorteil.

Malerpinsel im Glas

Einstiegsgehalt als
Geselle im Malerhandwerk

Ca. 1.700 bis 2.200 €

Informiere dich über die verschiedenen Weiterbildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten im Malerhandwerk.

Weiterbildung

Azubi auf der Karriereleiter
Schriftzug "Los geht's"
Lackeimer - Werkzeug eines Malers

Maler und Lackierer – es geht weiter!

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum Maler und Lackierer hast du eine perfekte Grundlage, um im Handwerk Karriere zu machen. Ob du als Malergeselle dein Können weiter ausbaust, dich noch weiter spezialisierst oder dich zum Maler- und Lackierermeister weiterbildest – du hast viele Möglichkeiten, im Malerhandwerk die Karriereleiter aufzusteigen. 

Deine Zukunftschancen

Hast du die dreijährige Ausbildung zum Maler und Lackierer abgeschlossen, kannst du direkt in die Arbeitswelt einsteigen. Als Geselle/-in kannst du jetzt in unterschiedlichen Betrieben arbeiten. Aber du kannst dich auch direkt weiterbilden und aufsteigen. Natürlich gilt wie überall: Je höher deine Qualifikation und dein Einsatz, desto höher deine Jobchancen und bei Eignung sowie Interesse auch dein Gehalt.

Spezialisierung

Nach der Ausbildung kannst du dich weiter spezialisieren. Interessante und zukunftsweisende Arbeitsgebiete und Tätigkeiten als Maler und Lackierer sind beispielsweise:

  • Hochwertige Lackierungen und Tapezierungen
  • Fassadengestaltung
  • Bodengestaltung
  • Trockenbau
  • Wärmedämmung
  • Betoninstandsetzung
  • Kreative Mal- und Spachteltechniken
  • Brandschutz
  • Brand- und Wasserschadenbeseitigung
  • Kirchenmalerei
  • Trompe-l‘oeil-Malerei (Illusionsmalerei)
Weiterbildung zum/zur Maler- und Lackierermeister/in

Als Maler- und Lackierermeister/in kannst du leitende Positionen in einem Betrieb übernehmen oder deinen eigenen gründen und Lehrlinge ausbilden. Voraussetzung ist die bestandene Meisterprüfung. 

Die Vorbereitungslehrgänge dafür dauern 2 Jahre in Teilzeit oder 6 bis 12 Monate in Vollzeit.

Auszubildender spritzt Türe rot

Ausbildungsbetriebe

Betriebe der Maler- und Lackiererinnung

Viele Auszubildende werden in Betrieben ausgebildet, die der Maler- & Lackiererinnung angehören. Das macht Sinn, denn die Innung ist auch für die sogenannte „überbetriebliche Lehrlingsunterweisung“ und für Prüfungen zuständig.

Aber auch andere Betriebe bilden aus. Einen Ausbildungsbetrieb findest du hier, über die Bundesagentur für Arbeit oder die passenden Job-Webseiten im Internet.

Zwei Auszubildende an der Malerrolle
Roter Lack wird mit Rolle auf Holz gebracht